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V2H in Österreich 2026: Gesetzeslage, Förderungen und was jetzt möglich ist

Vehicle-to-Home in Österreich: Der aktuelle Stand

Bidirektionales Laden ist in Österreich seit 2026 kein Zukunftsthema mehr – es ist Realität. Aber die Rahmenbedingungen unterscheiden sich deutlich von Deutschland. Hier erfährst du, was in Österreich aktuell möglich ist und worauf du achten musst.

Gesetzliche Lage: V2H ist erlaubt

Gute Nachricht: V2H ist in Österreich grundsätzlich erlaubt. Es gibt kein Gesetz das die Nutzung deines E-Autos als Hausspeicher verbietet. Die relevanten Regelungen:

  • ElWG (Elektrizitätswirtschaftsgesetz, BGBl. I Nr. 91/2025, löst das ElWOG ab): Regelt die Einspeisung ins Netz. Für V2H (nur Eigenverbrauch) ist keine spezielle Genehmigung nötig.
  • TOR (Technische und Organisatorische Regeln): Für V2G (Einspeisung ins Netz) gelten die gleichen Regeln wie für PV-Anlagen mit Batteriespeicher.
  • Meldepflicht: Bidirektionale Wallboxen müssen beim Netzbetreiber gemeldet werden.

Alle DACH-Gesetze im Detail →

Förderungen in Österreich

Bundesförderung

Die EAG-Investitionsförderung der OeMAG galt PV-Anlagen und stationären Stromspeichern; für bidirektionale Wallboxen gibt es Stand 2026 keine Bundesförderung. Prüfe Landes- und Energieversorger-Programme.

Steuervorteile für E-Autos (Firmen)

Österreich bietet massive Steuervorteile für Elektroautos:

  • Sachbezug: 0 € (2026) – ab 2027: 0,375% (max. 180 €/Monat), ab 2028: 0,625% (max. 300 €/Monat); Verbrenner: 1,5–2% monatlich
  • NoVA: Keine (Verbrenner: 0–80% je nach CO₂)
  • Vorsteuerabzug: Ja (bis 40.000 € Anschaffungswert)
  • Investitionsfreibetrag: 22% bis Ende 2026, danach 15%

Wichtig: Der Sachbezug für E-Firmenwagen soll ab 2027 nicht mehr 0 € sein. Beschlossen sind 0,375% der Anschaffungskosten pro Monat (2027, max. 180 €) und 0,625% ab 2028 (max. 300 €/Monat) – Budgetbegleitgesetz 2027–2028, kundgemacht als BGBl. I Nr. 62/2026. Die maßgebliche Sachbezugswerteverordnung war im September 2026 allerdings noch nicht kundgemacht. E-Autos bleiben damit trotzdem deutlich günstiger als Verbrenner.

E-Auto Steuervorteile DACH im Detail →

Welche Wallboxen sind in Österreich verfügbar?

Nicht alle bidirektionalen Wallboxen sind im DACH-Raum zugelassen. Diese Modelle sind in Österreich erhältlich:

  • Sigenergy SigenStor – All-in-One System, DC-bidirektional, verfügbar
  • Wallbox Quasar 2 – DC-bidirektional, ab ca. 3.300 €
  • go-e Gemini 2 – AC BiDi-Ready, österreichischer Hersteller aus Feldkirchen in Kärnten
  • E3/DC edsn (ehem. EDISON) – DC-bidirektional, Komplettsystem

Alle Wallboxen im Vergleich →

Welche E-Autos können V2H in Österreich?

Die wichtigsten V2H-fähigen Fahrzeuge die in Österreich erhältlich sind:

  • VW ID.3, ID.4, ID.5, ID.7, ID. Buzz (ab 77 kWh, Software 3.5+) sowie Skoda Enyaq/Elroq/Epiq und Cupra Born/Tavascan – MEB-Plattform, V2H über eine DC-Wallbox wie den MOON BiDi Charger, der in Österreich seit Mai 2026 verkauft wird
  • Ford Explorer/Capri Extended Range – V2H über E3/DC edsn, in AT bestellbar
  • BMW iX3 und i3 (Neue Klasse) – V2H für Ende 2026 angekündigt (DE/AT/NL)
  • Volvo EX60 – von Volvo als kompatibles Modell genannt; EX30 kann nur V2L, der EX40 gar nicht bidirektional laden
  • Renault 4/5 E-Tech, Megane und Scenic (ab Modelljahr 2025) – AC-bidirektionaler Onboard-Lader; die Mobilize PowerBox Verso ist in AT aber noch nicht erhältlich
  • Hyundai IONIQ 5/6 und Kia EV6/EV9 – in Europa bisher nur V2L; V2H/V2G ist laut Hersteller „in Entwicklung“
  • BYD – in Europa bisher nur V2L; Österreich ist offizieller BYD-Pilotmarkt für V2H, bislang aber ohne Modell und Termin

Aktualisiert am 13. September 2026 nach einer Prüfung aller Fahrzeugangaben gegen die Herstellerquellen.

57 E-Autos mit V2H/V2G-Status im Vergleich →

Praxisbeispiel: Was bringt V2H in Österreich?

Ein typischer österreichischer Haushalt mit 10 kWp PV-Anlage:

Ohne V2HMit V2H
Eigenverbrauch: ~30%Eigenverbrauch: ~70%
Netzeinspeisung: ~5.000 kWh/Jahr zu 6–12 ctWeniger Einspeisung, mehr Eigennutzung
Netzbezug: ~3.000 kWh zu 29 ctNetzbezug: ~1.200 kWh
Jährliche Ersparnisrund 300–400 € (1.800 kWh weniger Netzbezug abzüglich entgangener Einspeisevergütung)

Berechne deine persönliche Ersparnis →

Fazit

Österreich ist für V2H gut aufgestellt – die Gesetzeslage ist klar, die Steuervorteile sind enorm, und die Hardware ist verfügbar. Der Zeitpunkt zum Einstieg war nie besser als 2026.