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V2H in Österreich 2026: Gesetzeslage, Förderungen und was jetzt möglich ist

Vehicle-to-Home in Österreich: Der aktuelle Stand

Bidirektionales Laden ist in Österreich seit 2026 kein Zukunftsthema mehr – es ist Realität. Aber die Rahmenbedingungen unterscheiden sich deutlich von Deutschland. Hier erfährst du, was in Österreich aktuell möglich ist und worauf du achten musst.

Gesetzliche Lage: V2H ist erlaubt

Gute Nachricht: V2H ist in Österreich grundsätzlich erlaubt. Es gibt kein Gesetz das die Nutzung deines E-Autos als Hausspeicher verbietet. Die relevanten Regelungen:

  • ElWOG (Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz): Regelt die Einspeisung ins Netz. Für V2H (nur Eigenverbrauch) ist keine spezielle Genehmigung nötig.
  • TOR (Technische und Organisatorische Regeln): Für V2G (Einspeisung ins Netz) gelten die gleichen Regeln wie für PV-Anlagen mit Batteriespeicher.
  • Meldepflicht: Bidirektionale Wallboxen müssen beim Netzbetreiber gemeldet werden.

Alle DACH-Gesetze im Detail →

Förderungen in Österreich

OeMAG-Förderung

Die OeMAG fördert PV-Anlagen und Stromspeicher. Bidirektionale Wallboxen können unter bestimmten Voraussetzungen als Speicher gelten – klär das mit deinem Netzbetreiber ab.

Steuervorteile für E-Autos (Firmen)

Österreich bietet massive Steuervorteile für Elektroautos:

  • Sachbezug: 0 € (2026) – ab 2027 geplant: 0,375%, ab 2028: 0,75% (Verbrenner: 1,5–2% monatlich)
  • NoVA: Keine (Verbrenner: 5–30%)
  • Vorsteuerabzug: Ja (bis 40.000 € Anschaffungswert)
  • Investitionsfreibetrag: 22% bis Ende 2026, danach 15%

Wichtig: Der Sachbezug für E-Firmenwagen soll ab 2027 nicht mehr 0 € sein. Geplant sind 0,375% der Anschaffungskosten pro Monat (2027) und 0,75% ab 2028 – bei einer Bemessungsgrenze von 48.000 € also maximal 360 €/Monat. E-Autos bleiben damit trotzdem deutlich günstiger als Verbrenner. Die Regelung ist Teil des Doppelbudgets 2027/2028 und noch nicht final beschlossen.

E-Auto Steuervorteile DACH im Detail →

Welche Wallboxen sind in Österreich verfügbar?

Nicht alle bidirektionalen Wallboxen sind im DACH-Raum zugelassen. Diese Modelle sind in Österreich erhältlich:

  • Sigenergy SigenStor – All-in-One System, DC-bidirektional, verfügbar
  • Wallbox Quasar 2 – DC-bidirektional, ab ca. 4.500 €
  • go-e Gemini 2 – AC BiDi-Ready, österreichischer Hersteller aus Feldkirch
  • E3/DC EDISON – DC-bidirektional, Komplettsystem

Alle Wallboxen im Vergleich →

Welche E-Autos können V2H in Österreich?

Die wichtigsten V2H-fähigen Fahrzeuge die in Österreich erhältlich sind:

  • Hyundai IONIQ 5/6 und Kia EV6/EV9 – am weitesten bei V2H/V2G
  • VW ID.3, ID.4, ID.5, ID.7 – MEB-Plattform mit CCS-V2H
  • BYD Atto 3, Seal, Seal U – LFP-Batterie, ideal für V2H
  • Volvo EX30, EX40, EX90 – V2H-fähig
  • Renault 5 E-Tech – AC-bidirektional, ab 2026 in AT

42 V2H-fähige Autos im Vergleich →

Praxisbeispiel: Was bringt V2H in Österreich?

Ein typischer österreichischer Haushalt mit 10 kWp PV-Anlage:

Ohne V2HMit V2H
Eigenverbrauch: ~30%Eigenverbrauch: ~70%
Netzeinspeisung: ~5.000 kWh/Jahr zu 8 ctWeniger Einspeisung, mehr Eigennutzung
Netzbezug: ~3.000 kWh zu 25 ctNetzbezug: ~1.200 kWh
Jährliche Ersparnis600–1.200 €

Berechne deine persönliche Ersparnis →

Fazit

Österreich ist für V2H gut aufgestellt – die Gesetzeslage ist klar, die Steuervorteile sind enorm, und die Hardware ist verfügbar. Der Zeitpunkt zum Einstieg war nie besser als 2026.