Deine Situation

Du hast PV + Speicher – so rüstest du auf

Du bist bestens aufgestellt. Deine laufende PV-Anlage und dein Batteriespeicher bilden die perfekte Grundlage – eine bidirektionale Wallbox macht dein E-Auto zum zweiten Speicher im System.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Bidirektionale Wallbox nachrüsten (ab 2.500 €)
  • Wechselrichter-Kompatibilität prüfen
  • E-Auto muss V2H unterstützen
  • Dein Hausspeicher + Auto-Batterie arbeiten zusammen

Was du brauchst

Bidirektionale Wallbox

Modelle mit ISO 15118-20 wie Wallbox Quasar 2, DC Charger von SolarEdge oder die E.ON Drive BiDi. Leistung typisch 7,4–11 kW.

Kompatibler Wechselrichter

Wichtig

SMA, Fronius und SolarEdge bieten Integrationen. Offene Protokolle wie Modbus TCP oder SunSpec erleichtern die Anbindung erheblich.

V2H-fähiges E-Auto

Nissan Leaf (seit 2013!), Hyundai Ioniq 5/6, Kia EV6, BYD Atto 3 und neuere Modelle. V2H muss explizit im Datenblatt stehen.

So funktioniert das Zusammenspiel

Mit PV-Anlage, Hausspeicher und bidirektionaler Wallbox entsteht ein Drei-Speicher-System. Der Energiefluss wird intelligent geregelt – meistens durch die Software des Wechselrichters.

Grundregel: Der Hausspeicher entlädt sich zuerst. Ist er leer (oder unter einer konfigurierten Mindestgrenze), übernimmt das Fahrzeug. So bleibt die Auto-Batterie für die Fahrt reserviert.

Tagsüber lädt PV-Überschuss beide Speicher auf. Abends und nachts versorgen sie das Haus. Das Ergebnis: eine deutlich höhere Eigenverbrauchsquote – ohne einen zweiten stationären Speicher kaufen zu müssen.

Typischer Tagesablauf

06–12 Uhr

PV erzeugt Strom, Haus wird versorgt, Überschuss lädt Hausspeicher und Auto

12–18 Uhr

Maximale PV-Leistung, Überschuss in Hausspeicher und Auto-Batterie

18–24 Uhr

Hausspeicher entlädt zuerst – danach übernimmt das Auto die Hausversorgung

Kosten im Überblick

Komponente Kosten Hinweis
Bidirektionale Wallbox 2.500 – 5.000 € inkl. Installation
Smart Meter (falls nötig) 200 – 500 € Pflicht ab MiSpeL 04/2026
Wechselrichter-Update 0 – 800 € oft per Software-Update
Gesamt (Wallbox) ab 2.700 € vs. 6.000+ € 2. Speicher
Wechselrichter-Kompatibilität – welche Marken funktionieren?

SMA: Home Storage-Systeme ab 2022 unterstützen V2H über den Sunny Home Manager 2.0.
Fronius: GEN24-Serie mit BYD-Speicher – Wallbox-Integration über Fronius Solar.web.
SolarEdge: Home Hub Wechselrichter mit EV-Charger-Anbindung – besonders enge Integration.
Victron: GX-Geräte über CAN-Bus, sehr flexibel für individuelle Setups.

Ältere Wechselrichter ohne offenes Kommunikationsprotokoll lassen sich oft nicht einbinden. Ein Elektrofachbetrieb kann prüfen, ob ein Tausch wirtschaftlich ist.

Welche E-Autos unterstützen V2H?

Gesichert V2H-fähig (DC CHAdeMO oder CCS mit ISO 15118-20): Nissan Leaf (CHAdeMO), Hyundai Ioniq 5 und 6, Kia EV6, Genesis GV60, BYD Atto 3, Mitsubishi Outlander PHEV.

In Vorbereitung / angekündigt: Volkswagen-Gruppe (ID.7, Audi Q6 e-tron), Ford Explorer EV, mehrere chinesische Hersteller ab 2026.

Wichtig: Nicht jedes Fahrzeug kann über jede Wallbox bidirektional laden. Prüfe immer die Kompatibilität von Fahrzeug UND Wallbox gemeinsam.

Berechne die zusätzliche Ersparnis durch V2H

Mit deinem bestehenden PV-System und Hausspeicher kannst du durch V2H typischerweise weitere 400–900 € pro Jahr sparen. Unser Rechner zeigt dir dein konkretes Potenzial.

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